P.S.P.R.: Es könnte so schön sein

Palmen, Sand und Püppi Rabatzig: 2. Kapitel


Ich riss mich zusammen. Ich wollte es doch allen zeigen, also los. Meinen Magen konnte man meilenweit knurren hören.

War ich wirklich von ganz woanders hierher gekommen, um Hühner vor dem Haus zu haben?!

Eine Essensbude. Vertrauenserweckend war ja anders, aber darüber konnte ich jetzt nicht nachdenken.

Aloa, oder was auch immer man hier sagt.

Ich war gerade etwas knapp bei Kasse und vom Leben gebeutelt, hatte aber Riesenhunger. Konnte ich vielleicht einen kleinen Rabatt bekommen?

Die Blümchen-im-Haar-Simsine fand die Idee nicht gut. Ich bestellte trotzdem.

Allzu oft konnte ich mir das Essen hier nicht leisten. Aber es füllte meinen Magen und die Simsine guckte auch wieder freundlich, seit sie meine zehn Simoleons kassiert hatte.

Ich fragte, ob ich hier vielleicht irgendwo duschen und ein… naja, also…. benutzen könnte. Klar, direkt da vorne bei der Bar.

Tatsache, da war ein Gebäude. Und zumindest ein bisschen Meer.

Es gab nicht nur ein Klohäuschen, sondern sogar ein Zelt. Das war allerdings so ungefähr das einzige, was ich nicht brauchte – ein Bett hatte ich ja.

Eine Dusche gab es auch, freiluftmäßig.

Das Schönste aber waren die Luftmatratzen, die im klaren Wasser trieben.

Eine davon würde ich für mich erobern.

So hatte ich mir das schon eher vorgestellt. Ich auf einer Luftmatratze mitten im Meer, umgeben von Verehrern. Oder so ähnlich.

Mist, ich war tatsächlich eingeschlafen. Anstatt über Verehrer hätte ich lieber über Sonnencreme nachdenken sollen.

So wiederum hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Ich ging die Bar. Obwohl es erst Mittag war, waren schon einige Simse dort.

Ich setzte mich einfach dazu. So war ich eben.

Sofort war ich im Mittelpunkt. Ich hoffte, dass das nicht nur an meinem Sonnenbrand lag.

In der Bar gab es sogar zwei Computer; es war so eine Art Internet-Café-Bar. Ich musste irgendwie Geld verdienen, aber die Jobs, die es gab, gefielen mir nicht. Ich wollte nicht die Umwelt retten und auch nicht Rettungsschwimmer oder Taucher werden. Salzwasser war nicht gut für die Haare.

Vielleicht konnte ich an der Bar arbeiten? Der Barkeeper brauchte doch auch mal eine Pause.

Er schien es selbst nicht glauben zu können: Er überließ seine Theke tatsächlich mir.

Da war auch schon die erste Bestellung: Eine Orangeade mit Pfiff, bitte.

Ähm…

Tja…

Ach egal, einfach irgendwas reinschütten…

…und ordentlich schütteln.

Das war’s mit meinem Job. Ohne mir einen Pfennig für meine Bemühungen zu bezahlen, schmiss mich der Barkeeper raus. Einfach so.

Ich benutzte nochmal Dusche und Klo und schleppte mich dann Richtung Essensstand. Ich war hundemüde und hatte schon wieder furchtbar Hunger.

Es reichte noch nicht mal für ein Aloa. Ich zog direkt meine Jammernummer von wegen des Rabatts ab.

Vergebens.

Ach menno! In Filmen kam in solchen Situationen immer ein Ritter, der die Prinzessin rettete.

Doch nicht so einer!

Mir blieb tatsächlich nichts übrig, als in mein wandloses Zuhause und ins Bett zu gehen.

Ich tat mir schrecklich leid.


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