Marillis in der großen Stadt | 3. Kapitel

Geschichte


Zur Currywurst hatte ich mir mein Lieblingsgestränk bestellt.

Es schmeckte köstlich.

Mein Lieblingsgetränk war Wasser. Das erzählte ich auch den anderen Simsen, die inzwischen in der Kneipe angekommen waren.

Ein Sim mit Einohr-Headset setzte sich neben. Der war bestimmt etwas sehr Wichtiges. Oder er wollte, dass andere glauben, dass er sehr wichtig war.

Er war Regisseur und musste für seine Stars immer erreichbar sein. Naja, nach Stars sah er nicht gerade aus.

Als er von seinem Beruf erzählte, fiel mir ein, dass ich mich noch um meinen kümmern musste. Ich hatte ja beschlossen, Influencerin werden zu wollen. Dazu musste ich mich übers Handy für diesen Beruf anmelden.

Influencerin gab es nicht, also nahm ich Stilbeeinflusserin, das war bestimmt so ähnlich. Ich würde von Zuhause aus arbeiten; auf ein muffiges Büro hatte ich keine Lust.

Meine Aufgaben bekam ich per Handy geschickt; die erste Aufgabe war es, drei Sims zu interviewen. Zu welchem Thema wurde nicht verraten.

Drei Simse zu irgendwas interviewen – sowas machte ich mal eben nebenbei um halb zwei morgens in der Kneipe.

Als erstes interviewte ich den Barkeeper. Was mixte er gerade?

Dann befragte ich den Regisseur. Was trank er da?

Die Antworten notierte ich mir pflichtbewusst. Hoffentlich konnte ich das Geschriebene zuhause noch lesen.

Als dritten Interviewpartner entschied ich mich für den Sim mit der braunen Reißverschlussjacke. Hatte der Reißverschluss schon mal geklemmt?

Ich notierte die Antwort ohne hinzusehen.

Fertig. Mein Arbeitspensum war erfüllt. Ich hatte keine halbe Stunde dafür gebraucht.

Um kurz vor halb drei machte ich mich höchst zufrieden auf den Heimweg.

Vor dem Haus passierte etwas Seltsames. Ein Lichtdings erschien und erfasste mich mit seinem Lichtstrahl.

Der Lichtstrahl zog mich nach oben zu dem Dings.

He! Dazu hatte ich jetzt nun wirklich keine Lust!

Um kurz vor fünf spuckte es mich wieder aus. Ob das zum Unterhaltungsprogramm in der Stadt gehörte?

Wundert es jemanden, dass ich am nächsten Tag erst gegen Mittag aufstand?

Ich hatte Riesenhunger und wollte bei meiner Nachbarin Edeltraud etwas aus dem Kühlschrank schnorren.

Sie war zuhause.

Sie wohnte, nun ja… ungewöhnlich.

Sie schlief in einem Zelt auf dem Balkon und duschte auch dort.

Hier essen wollte ich doch lieber nichts; so wie sie wohnte wollte ich lieber nicht wissen, wie sie kochte. Aber da ich schon mal da war, fragte ich sie, ob sie vielleicht in meine Gewürzmarktgirls-Gruppe kommen wollte?

Sie überlegte ein bisschen.

Dann sagte sie ja. Hurra, mein erstes Gruppenmitglied.

Hunger hatte ich immer noch. Ich lief auf den Platz. Heute war die Essensbude geöffnet.

Der dort arbeitende Vampir reichte mir eine Schale mit gewöhnungsbedürftig-undefinierbarem Inhalt. Wollte ich das wirklich essen?

Ach, hätte ich doch nicht gewollt!

Entschlossen aß ich alles auf; schließlich hatte ich dafür bezahlt. Mit brennendem Bauch ging ich auf Schatzsuche; in der Stadt fand man immer wieder mal vergessene Umzugskisten, in denen man wühlen konnte. Ich fand eine Schneekugel.

Die Plakate an den Stromkästen konnte man auch mitnehmen.

Vorausgesetzt es erwischte einen niemand.

Puh, Glück gehabt.

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3 Antworten auf „Marillis in der großen Stadt | 3. Kapitel“

  1. Es hat doch geklappt 😃 Unno bastelt auch bei dir an diesen Kästen. Das ist schon einfach richtig toll mit den Rollen-Townies 😍

    Ich hab mich auch heute wieder sehr amüsiert. Es ist so schön mit welcher Leichtigkeit du erzählen kannst. Darüber dass gar nicht gesagt wird zu welchem Thema man Interviews machen soll habe ich noch gar nicht nachgedaccht. Und du hast genau das herrlich umgesetzt, vorallem die Frage ob der Reissverschluss schonmal geklemmt hat fand ich klasse 😂

    Überanstrengen muss sie sich nicht in ihrem neuen Job, allerdings wird sie vermutlich auch nicht sehr viel verdienen. Zumindest in der Gärtner-Karriere (die ja auch so aufgebaut ist) hat Su immer nur dann richtigen Lohn bekommen wenn sie auch befördert wurde. Ich bin sehr gespannt wie das bei dir ist.

    Edeltrauds Wohnung ist auch genial. Das Zelt passt ja grade so auf den Balkon und die Wohnung ist halb leer, aber wenn man gerne draussen schläft ist das natürlich nachvollziehbar 😁

    Die Aliens scheinen sich im Gewürzviertel wohl zu fühlen, Su wurde auch dort entführt. Dein Kommentar mit dem Unterhaltungsprogramm ist genial. Marillis ist so unbedarft, einfach zum Liebhaben 💛

    1. Und das letzte Bild ist so süss, wie sie da hinter dem Kasten vorguckt, ich hab Marillis schon sehr ins Herz geschlossen 😍

    2. Liebe Susanne,

      ja, Unno ist da – ich hab' mich so gefreut, als ich ihn entdeckt habe! Und im Hintergrund ist auch Froh, den mag ich auch sehr gerne 😍 Und Du hast so Recht: Das mit den Rollen-NPCs ist genial!

      Das mit dem Interviews ist mir auch erst beim zweiten Gucken aufgefallen; ich glaube, wenn ich nicht erzählen würde, wäre es mir auch gar nicht aufgefallen. Ich bin mal auf weitere Aufgaben gespannt, ob die auch so frei interpretierbar sind 🤓 Dass es inzwischen eine Gärtnerkarriere gibt, wusste ich gar nicht *sehrpeinlich* 😶

      Mit Edeltraud und ihrer Wohnung habe ich noch nie so richtig gespielt; der Neuanfang mit Marillis war dazu eine gute Gelegenheit. Ich habe für das Culpepper 19-Apartment zwar mehrere Simse samt Apartments gebastelt, aber ich hab' mich dann für Edeltraud entschieden 🤗

      Und ja, unbedarft ist Marillis wirklich; irgendwie macht sie sich nie viele Gedanken und nimmt einfach alles so, wie es gerade kommt. Es ist so schön, dass Du sie so magst, Dankeschön 💕 Und das letzte Bild finde ich auch total goldig 🙃

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