Applauski & Meier | 20. Kapitel

Geschichte


Bei Einbruch der Dämmerung machte sich Girte mit Herrn Meier auf zu einem ausgiebigen Spaziergang.

Meine wunderbare Girte brachte Herrn Meier bei, am Zebrastreifen brav stehen zu bleiben.

Die beiden waren ein tolles Team.

Und beide häufig müde.

Es leuchteten schon alle Lichter, als sie wieder zurück waren.

Herr Meier schaffte es allerdings nur noch gerade bis hinter die Haustüre.

Ich hatte in der Zwischenzeit fleißig geschnitzt; nach neun Pferdestatuen hatte ich allen Mut zusammen genommen und einen Elefant, einen Drachen und einen sogar einen Hasen gemacht.

Girte hatte sich ihre gemütlichen Sachen angezogen und schrieb schon wieder. Sie hatte Ihren Kurzgeschichtenband angefangen, den sie ‚Ein Winter mit Herrn Meier‘ genannt hatte.

Das Sitzen fiel ihr nach einer Weile ein bisschen schwer; ihr Bauch war schon ordentlich gewachsen.

Das konnte man wohl sagen.

Wir konnten unser Baby sogar schon fühlen.

Das war ein unglaubliches Gefühl.

Am nächsten Morgen war ich schon auf den Beinen, als Girte noch feste schlief.

Ich hatte beschlossen, nicht auf den Frühling zu warten, sondern direkt den Statuenversuchsverkauf zu starten. Es war nicht mehr ganz so kalt und die Sonne lachte.

Ich stellte meine zwölf Statuen auf den Verkaufstisch und legte los. Hallo!

Hier gibt’s Applauskis Schnitzerzeugnisse!

Pferde, Pferde, Pferde…. und einen Elefanten und einen Hasen.

Es kam tatsächlich eine Simsine, die ein Pferd kaufte.

Girte war inzwischen auch wach und freute sich mit mir.

Sie musste den Verkauf nur mal kurz unterbrechen.

Ihr Bauch machte ihr wieder zu schaffen. 

Sie wünschte sich eine Nackenmassge.

Mir war schleierhaft wieso, aber die Nackenmassage wirkte bauchmäßig Wunder. 

Der Verkauf ging weiter. Äußerst seltsam war, dass alle Kunden, nachdem sie etwas gekauft hatten…

… auf unserem Grundstück Schnee schaufelten.

Wirklich alle.

Am Nachmittag hatte ich noch genau vier Statuen zu verkaufen und vier Kunden.

Girte nahm das als Zeichen, uns ein sehr spätes Mittagessen zuzubereiten.

Um 15:23 Uhr war es geschafft: Ich hatte alles verkauft.

Zufrieden setzten wir uns an den Tisch. Girtes Bohnen mit Würstchen waren köstlich.

Sie machte ein Spätnachmittagsnickerchen. Ich stellte die Wiege auf und spielte ein bisschen mit Herrn Meier. Jetzt hieß es warten; es war alles bereit.

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Eine Antwort auf „Applauski & Meier | 20. Kapitel“

  1. Vermutlich hat Applauski die Statuen viel zu günstig verkauft, und die liebe Kundschaft hat deshalb noch ein bisschen schneegeschippt 😊

    Total süss ist das Bild wo Girte mit Herrn Meier am Zebrastreifen steht 😂

    Jetzt ist alles vorbereitet und die beiden bestimmt schon sehr nervös, ich bin sehr gespannt wie es weitergeht (und kann ja gleich weiterlesen 😇 )

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