Applauski & Meier | 18. Kapitel

Geschichte


Es war ein so furchtbarer Schneesturm draußen, dass an Heimkehren nicht zu denken war. Wir mussten die Nacht im Zelt im Winterpark verbringen.

Herr Meier fühlte sich auf der unechten Wiese nicht wohl und jaulte immer wieder.

Meine herzensgute Girte stand mitten in der Nacht auf, um ihn zu beruhigen…

…und mal feste zu drücken.

Aus dem  Tiefschlaf geholt hatte sie aber wohl nicht Herrn Meiers Jaulen…

…sondern Hunger. Sie nahm sich um halb drei morgens zwei riesige Sandwiches. 

Mit gefülltem Magen kam sie wieder zurück ins Zelt.

Herr Meier schlief die ganze Nacht keine einzige Minute. Aufmerksam saß er vor dem Zeit und hielt Wache.

Ich glaube, er war froh, als die Nacht vorbei und ich aufgestanden war.

Ich versuchte mich an auf dem Grill gebratenem Eierlei.

Der Geruch lockte Girte aus dem Zelt und nur knappe vier Stunden nach ihren Sandwiches hatte sie schon wieder Hunger. Ich war ja froh, dass es ihr schmeckte (sie war so arg schmal), aber so kannte ich sie gar nicht.

Nach dem Frühstück verzog sie sich zu einem Nickerchen aufs Sofa am Feuer.

Herr Meier und ich spielten ein bisschen.

Heute hatte er Spaß am Ball holen.

Ich bürstete ihm noch gründlich sein Fell.

Dann kippte er um und schlief. Dafür war Girte wieder wach.

Wir vertrieben uns die Zeit mit ein bisschen Tischfussball.

Das Spiel war so spannend, dass wir Herrn Meier gar nicht beachteten.

Im frühen Nachmittag hörte der Sturm auf, so dass wir endlich den Heimweg antreten konnten.

Girtes erster Weg Zuhause führte zum Kühlschrank. Was war nur mit ihr los?

Ich ließ ihr ein schönes Schaumbad ein.

Herr Meier schlief schon wieder. 

Ich weckte ihn; ich musste mit ihm reden. Mein Spargeld war bald alle.

Girte saß schon wieder an ihrem Schreibtisch und schrieb. Ich wollte nicht, dass sie den Eindruck hatte, dass sie schreiben und ihre Bücher verkaufen musste, damit wir genug Simoleons hatten. 

Ich musste irgendwie Geld verdienen. Die hübsche Rentiergruppe brachte mich auf eine Idee.

Wer braucht schon eine Garderobe, an die man nichts hängen kann und wo die merkwürdige Grobstrickjacke, die von selbst daran hängt, niemandem passt? Die konnte weg.

An ihrer Stelle stellte ich eine hastig zusammengebaute Werkbank auf. Sowas wie die Rentiergruppe zu schnitzen, schien mir nicht sehr schwer; das konnte ich bestimmt auch.

Der Anfang sah doch schon richtig gut aus.

Ok, für eine Rentiergruppe war das Holz zu klein.

Ich schnitzte ein Pferd und stellte es auf den Kamin. Ja gut, es war jetzt nicht die Mona Lisa in Holz, aber für den Anfang doch gar nicht schlecht.

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2 Antworten auf „Applauski & Meier | 18. Kapitel“

  1. Es ist so herrlich wie du deine Bilder vertextest, grade auch wieder das Bild wo Applauski feststellt dass sein Kunstwerk für eine Rentiergruppe zu klein ist 😁
    Ich weiss ja schon warum Girte so viel Hunger hat, aber das ist ja irgendwie auch naheliegend und war mir schon nach dem ersten Lesen sonnenklar 🌞 Dass sie viel schläft ist nicht ungewöhnlich aber so viel isst sie nun normalerweise wirklich nicht.
    Ich bin gespannt auf die Kunstwerke die Applauski noch erschaffen wird, und wieviel Geld Girte tatsächlich mit ihren Büchern verdient.
    Klasse auch dass Herr Meier den Ball nun doch noch geholt hat 😃

    1. Liebe Susanne,

      ich freu‘ mich so über Deinen lieben Kommentar und überhaupt, dass Du bei Applauski & Meier immer so lieb schreibst 💕

      Ja, Girtes Verhalten war wirklich ziemlich selbsterklärend 😂 Aber Pirminio ist ja nicht so simsbewandert wie wir und er weiß es in diesem Kapitel noch nicht 🙃

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