Applauski & Meier | 14. Kapitel

Geschichte


Am nächsten Morgen schleppte ich wieder Möbel hinters Haus.

Heute war das Wohnzimmer dran.

Den Fernseher stellte ich ins Bad…

…und die anderen Stromsachen in den Küchengang. In den Schnee wollte ich sie lieber nicht stellen.

Das Wohnzimmer sollte besonders schön werden. Ich mochte Karos, deshalb hatte ich sie auch für die Wände ausgesucht, in bunten, fröhlichen Farben. 

Neue Fenster gab es auch hier und natürlich schöne Vorhänge. Wie im Schlafzimmer hatte ich mich nicht für eine Farbe entscheiden können.

Die alten Möbel kamen natürlich wieder zurück ins Haus, aber ich hatte auch einiges Neue gekauft. Eine Garderobe und zwei Fernsehsessel…

…und diverse Kleinigkeiten, die es (so hatte es in einem der Ratgeber gestanden) gemütlich machen.

Mein ganzer Stolz war aber das hier: Ich hatte einen großen Schreibtisch gekauft mit einem bequemen Stuhl und ihn nah ans Kaminfeuer gestellt.

Einen Computer hatte ich auch bestellt und auf den Schreibtisch gestellt, dazu rundum jede Menge Bücher. Das alles war für Girte, hier konnte sie warm und in aller Ruhe schriftstellern. 

Na Kumpel?!

Was hältst Du als Belohnung für unsere fleißige Arbeit von einem Herrenabend?

Einem was?

Naja, ein Herrenabend. Nur Du und ich.

Ich hatte in der letzten Zeit viel zu wenig Zeit für ihn gehabt.

Da man einen Herrenabend nicht um fünf Uhr Nachmittags beginnen kann, bauten wir zuerst mal einen Schneemann eine Schneefrau.

Als es dunkel war, zogen wir los. In eine tierfreundliche Bar; ich hatte gar nicht gewusst, dass es sowas überhaupt gibt.

Hier waren Tiere wirklich willkommen; das sah man schon an den Eingangstüren. Und an den Futternäpfen vor dem Haus.

Die musste man allerdings selbst füllen.

Wir gingen rein. Eine Zitronenlimo, bitte.

Das sah gut aus.

Herr Meier hatte im Fernsehhinterzimmer einen Sim kennen gelernt. Einen Anzugträgersim.

Herr Meiers Bekannte waren auch meine Bekannte und so lud ich den Sim zu einem Kickerspiel ein.

Unsere Unterhaltung war ein bisschen schwierig.

Am Tisch ging es wesentlich besser. Obwohl er ein Anzugträgersim war, war er freundlich. Vorsichtshalber machte ich ihm aber trotzdem unmissverständlich klar…

…dass ich sehr unangenehm werden konnte, wenn jemand nicht gut zu meinem Hund war.

Ich musste mir keine Sorgen machen; er hatte selbst einen Hund. Er hieß Sensatio und war ein wirklich netter Sim; wir verstanden uns prima.

Plötzlich hörte ich Herrn Meier nach mir bellen. Er hatte draußen eine furchtbare Entdeckung gemacht.

Eine kleine, völlig verstörte und ängstliche Hundedame.

Ich näherte mich ihr vorsichtig.

Sie konnte sich kaum auf den Beinen halten.

Ein Pfiff ertönte und sie lief davon. Ob sie dem Sim hinter ihr gehörte?

Der Kerl gefiel mir ganz und gar nicht.

Herrn Meier auch nicht.

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