Applauski & Meier | 10. Kapitel

Geschichte


Wir hatten einen herrlichen Tag.

Wir bauten…

…einen originellen Schneemann…

…und machten Schneeengel.

Wir warfen Schneebälle…

…und machten einfach Unsinn, vor allem ich.

Hoffentlich war ihr das nicht zu viel Alberei.

Im Gegenteil, sie mochte es.

Doch plötzlich, als ich gerade mal verschwinden musste, ging sie. Einfach so.

Ich rief ihren Namen und lief ihr nach. Sie blieb stehen.

Sie erklärte nichts, sie sagte nichts. Sie machte nur ein Foto von uns beiden.

Ein ganz tolles Foto.

Wir umarmten uns feste…

…dann ging sie endgültig.

Ich sah ihr nach.

Zurück im Haus kümmerte ich mich ausgiebig um Herrn Meier. Er war heute eindeutig zu kurz gekommen.

Wo eben noch Girte neben mir gesessen hatte, saß ich jetzt mit meinem Hund.

Ich konnte mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen, aber inzwischen wollte ich noch jemanden in meinem Leben haben.

Seufz.

Ich stellte mich an den Kamin und wärmte mir die Hände. Es war wirklich bitterkalt geworden.

Mein Blick fiel durchs Fenster. Um Himmels Willen, was sah ich denn da?

Girte, meine Girte! In einem dünnen Kleidchen, ohne Jacke, ohne Strümpfe und in dünnen Schuhen in der Kälte. Ich rannte los.

Sie zitterte am ganzen Körper. Ich drückte sie an mich, um sie zu wärmen.

Sie würde sich den Pipps holen, wenn sie nicht sofort ins Warme kam. Sie musste in eine heiße Badewanne, sofort!

Ich bugsierte sie ins Badhäusen und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen. Ich passte auf, dass sie bis zum Kinn ins heiße Wasser eintauchte. 

Zum Glück hatte ich noch warme Sachen, aus denen ich breitenmäßig rausgewachsen war, die gab ich ihr. Und meine Ersatzpantoffeln.

Natürlich sorgte ich auch dafür, dass sie etwas aß (ich hatte zum Glück noch Makkaroni und Käse-Reste); sie war so dünn und schmal.

Na, fühlte sie sich nicht schon viel besser?

Falls sie glaubte, ich würde sie heute Nacht wieder in die Kälte lassen, hatte sie sich geirrt.

Sie konnte in meinem Bett schlafen, ich würde das Sofa nehmen.

Gute Nacht!

Noch ehe sich die Tür hinter mir geschlossen hatte, schlief sie schon.

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4 Kommentare

    1. Liebe Sabine,

      ja, er ist wirklich sehr fürsorglich. Aber so ist er eben, ein bisschen chaotisch, aber ein Herz aus Gold 🙃

  1. Dieses Kapitel ist so rührend 💕 Das Bild mit den Schneeengeln und der Herzchenleuchte daneben ist so romantisch.
    Girte wirkt in Gegenwart von Applauski so gelöst und zufrieden. Ich habe sie selten so glücklich gesehen.
    Das Outfit was sie von Applauski verpasst bekommt ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber sicherlich sehr warm und kuschelig 😂🐏

    (Das mit den Outfits und den Temperaturen hat EA ja nicht so wirklich im Griff 😜)

    1. Liebe Susanne,

      Dankeschön für den so lieben Kommentar 😘

      Das Schneeengel-Bild mag ich auch sehr; ich fand so schön, dass die Engel so dicht beieinander sind 💕 Ich habe auch das Gefühl, dass die beiden sich miteinander wohl fühlen; Girte hat sogar von sich aus (!!!) einen Flirtversuch gemacht 🙃

      Jaaa, das Outfit 😇😂 Sie brauchte doch etwas Warmes, aber Applauskis Geschmack in Sachen Klamotten ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber kuschelig ist es bestimmt, da bin ich auch sicher 🤗

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