Geschichten von Su – Teil 6

Ihr ratet nicht, was ich mir zum Frühstück aus dem Kühlschrank holte.


Es war der letzte Gartensalat; ich musste neuen machen.


Es war noch zu früh fürs Gar Talasnet, deshalb malte ich ein bissen.


Wenn das nicht perfekt zu meinem Restaurant passte!


Ich musste los. Ich hatte eine Verabredung mit der neuen Kellnerin. Die Simsine in der rosa Rüstung – war sie das etwa?


Sie war es. Elinor von Schnatter. Das ‚von‘ im Namen hätte mich stutzig machen sollen.


Hatte ich einen Fehler gemacht?


Wenn sie lachte, sah sie eigentlich sehr nett aus. Ich musste es probieren.


Wir wurden uns einig. Ehe ich es vergaß noch etwas ganz Wichtiges: Im Dienst musste sie auf ihre Rüstung verzichten; es gab für mein Servierpersonal spezielle Kleidung.


So einen abschätzigen Blick hatte ich noch nie gesehen. Sie drehte sich wortlos um und ging. Ich ließ den Kopf hängen. Ich hatte es verbockt.


Ich musste trotzdem öffnen und traute meinen Augen nicht: Elinor war da, ohne Rüstung, in der lockeren Kleidung, die für mein Gartenlokal passender war. Und sie schien sich wie befreit zu fühlen.


Sie legte sofort los und machte ihre Sache großartig. Ich war begeistert.


Die Speisekartenklauerin von gestern war auch da. Diesmal mit einem jungen Schönling.


Hinterm Restaurant taten sich merkwürdige Dinge.


Ich kam gerade um die Ecke…


…als diese beiden gemeinschaftlich die Mülltonne umtraten. Ich musste die Mülltonne unbedingt einzäunen.


Ich beorderte sie an ihren Tisch zurück. Wie konnte man nur so muffig gucken?!


Elinor nahm sich des Problems an. Sagte ich schon, dass sie großartig war?


Mir fiel mein Bild ein und ich hängte es auf. Gut, neben der Klotür war bestimmt nicht der optimale Platz, aber auf die Schnelle fand ich keinen besseren.


Hinter dem Restaurant war die Mülltonne schon wieder ein Ziel von Agressionsabbau.


Ordentlich ausholen…


…feste treten…


…und geschafft. Was Ihr zum Glück auf dem Bild nicht hören könnt, ist das hämische Lachen, das die nach außen so feine Simsine anschließend wie Triumphgeheul hören ließ. Ich musste die Tonne wirklich ganz dringend einzäunen.


Vorne im Restaurantgarten sah ich nur noch Sterne: Rote mit einer Eins, orange mit einer Zwei…


…grüne mit einer Vier…


…und gelbe mit einer Drei. Ich hatte keine Ahnung, was das bedeutete.


Mir rauchte der Kopf und ich beschloss, dass wir für heute genug erlebt hatten. Apple machte sich schon auf den Heimweg, während Jojo und Elinor noch einträchtig aufräumten.


Yolo rührte noch ein bisschen das Gas um – so konnte man den Herd natürlich auch ausmachen.


Ich schickte die Drei auch nach Hause und erledigte den Rest der Aufräumarbeiten alleine.


Dann setzte ich mich mit einem späten Abendimbiss (nein, kein Gartensalat, sondern Müsli) auf die Bank. Ich war zwar eigentlich müde, aber ich hatte noch etwas vor.


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