Applauski & Meier | 5. Kapitel

Geschichte


Der Tag begann wie jeder andere mit Frühstück. Für Herrn Meier…

…und mich.

Im Frühstücksfernsehen wurde über den St. Gruselein-Tag berichtet und so wusste ich, was ich zu tun hatte: Zuerst musste ich mein Häuschen dekorieren, und zwar mit Sachen aus den alten Kisten, die wundersamerweise über Nacht aufgetaucht waren.

Himmel, gab es da ein Zeugs drin.

Ich entschied mich für braun-oranges Blinken.

Als nächstes musste aufgeräumt werden. 

Ich muss ja zugeben…

…dass das auch ohne St. Gruselein nötig gewesen wäre.

Ich schaffte es tatsächlich, alle schmutzen Teller zu stapeln und unfallfrei…

…ins Spülbecken zu befördern.

Die nächste Aufgabe war Backen. Im Kühlschrank fand ich ein schon vorbereitetes Brett (wie war es dahin gekommen?!) mit zwei Kartoffeln, einem Stück Käse und einer Schale weißer Paste.

Es war ganz einfach: Alles in einer Schüssel verrühren und in den Backofen gießen. Herr Meier und ich warteten gespannt auf das Ergebnis.

Es wurden seltsamerweise Zuckerkekse.

Die ersten drei St. Gruselein-Aufgaben waren geschafft und es regnete Flitter.

Die letzte Aufgabe wartete. Nein, ich wollte nicht!

Ich musste mir ein Kostüm anziehen. Ein Einhorn-Lama-Maskottchen-Kostüm.

Ich weiß nicht, was mich trieb, aber ich ging samt Kostüm vors Haus. Herr Meier folgte mir unauffällig.

In diesem Moment, lächerlich verpackt in ein Einhorn-Lama-Maskottchen-Kostüm, am Nachmittag des St. Gruselein-Tages traf mich ein Blitz. Ich erspähte in der Ferne die Simsine meiner Träume.

Ich wollte ihr entgegen gehen.

Sie kam auf mich zu.

Was sollte ich nur sagen?

Sie war atemberaubend: Liebliche Anmut, strahlender Charme und vollendete Eleganz. Ich brachte kein Wort über die Lippen.

Ohne mich auch nur anzusehen, ging sie an mir vorbei.

Mist, ich steckte ja immer noch im Kostüm! Ich rannte ins Haus, zog mich um und lief wieder hinaus. Sie war verschwunden.

Ich lief zum Ende der Straße, aber auch hier war sie nicht.

Nirgendwo.

Sie hatte doch wohl nicht den Dampfer bestiegen?

Dann würde ich sie ja nie wiedersehen!

Zum Glück hatte ich Herrn Meier.

Nächstes Kapitel

4 Antworten auf „Applauski & Meier | 5. Kapitel“

  1. Hallo Ursula,

    ich bin eine große Verehrerin von Applauski und natürlich von Herrn Meier; sehe jetzt aber, dass ich keine Chance bei ihm habe, bei der Konkurrenz ….

    Ich bin trotzdem auf die Fortsetzung gespannt.

    Vielen Dank für Deine Geschichte
    Birgit

    1. Liebe Birgit,

      das tut mir aber so leid, dass Du keine Chance bei Applauski hast, aber sein Herz ist vergeben, fürchte ich 😀 Dass Du Dich trotzdem darauf freust, wie es weiter geht, ist klasse, Dankeschön 🌼

  2. 😍😍😍 Oh wie schön, und ich hoffe doch sehr dass er der lieben, charmanten und eleganten??? Dame bald wieder irgendwo begegnet. Eigentlich taucht sie ja gerne überall auf, er soll auch besonders auf die Parkbänke achten, da ruht sie sich öfters mal aus 😂
    Dass er ihr ausgerechnet im Lama-Kostüm begegnet ist natürlich dumm gelaufen, ich glaube aber insgesamt hatte er viel Spass mit dem Gruselein-Tag. Und dass mit dem Aufräumen wollte ich einige Kapitel vorher schonmal erwähnen… 😜

    1. Das mit den Parkbänken ist ein sehr guter Tipp, den wird Appauski bestimmt beherzigen. Und ja, Girte ist wirklich überall und überall mit ihrem graziösen und schwungvollen Gang 😂😍

      Aufräumen ist nicht so ganz Applauskis Sache – das muss er von mir haben ‚öhm‘ 🙃

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