Applauski & Meier | 4. Kapitel

Geschichte

Natürlich war mir Herr Meiers Wunsch Befehl und wir gingen nach Hause. Wir spielten noch ein bisschen vor dem Haus, als der merkwürdige Sim von der Essbude in der Stadt plötzlich auftauchte.

Er klopfte an die Türe. 

Herrn Meier und mir war er unheimlich und wir schlichen seitlich am Haus vorbei Richtung Badhäuschen.

Das hatte nämlich gut vergitterte Fenster. Ich nutze die Gelegenheit, um Herrn Meier zu baden.

Nach einer Weile war der unheimliche Sim weg und wir waren sehr erleichtert.

Eigentlich war ich schon sehr müde, aber ich hatte noch Hunger. Zum Glück gab es noch Reste im Kühlschrank.

Unsere Nacht war ungestört und ruhig.

Für den nächsten Morgen hatte ich mir etwas ausgedacht. Herrn Meier schien es zu gefallen.

Wir wollten Apportieren üben. Ich sah schon wieder Sternchen, ein Zeichen dafür, dass der Zeitpunkt dafür genau richtig war.

Das Wichtigste beim Apportieren ist die richtige Körperspannung vor dem Wurf.

Dann gut ausholen und werfen. Herr Meier hatte das System irgendwie noch nicht richtig verstanden.

Es dauerte ein Weilchen, aber dann schafften wir es. Herr Meier brachte den Ball zurück und wir waren sehr stolz auf uns.

Rollen war auch eine feine Übung. Ich hatte einen sehr aufmerksamen Schüler.

Es klappte auf Anhieb.

Wir hatten den vorletzten Herbsttag und ich harkte die letzten Blätter zusammen.

Ob wir den Haufen vielleicht abbrennen sollten?

Irgendwas ging schief. Die Flamme schien zu explodieren…

…und mein geliebtes Karohemd brannte.

Zum Glück war nichts weiter passiert. Natürlich erklärte ich Herrn Meier, dass er sowas nie nachmachen dürfe.

Der brennende Laubhaufen machte mir viel mehr Spaß als das Harken oder die Versuche, in die Haufen zu springen. Ich zündete alle Laubhaufen an, die ich finden konnte.

Ich fand sehr viele.

Als ich wieder ins Haus kam, hatte Herr Meier sich tatsächlich auf seine weiche Decke gelegt.

Dafür hatte er eine Runde Bauchkraulen auf dem Sofa verdient.

Die Sonne war untergegangen und der unheimliche Sim stand schon wieder vor unserer Türe.

Ich nahm allen Mut zusammen und ging raus. Er sollte gehen, fand ich, und uns in Ruhe lassen. Irgendwie machte ihn das traurig.

Er ging. Ich war erleichtert.

Auf die Wachhundfähigkeiten von Herrn Meier wollte ich mich lieber nicht verlassen. 

Ich ging schlafen. Um sechs am nächsten Morgen wurde ich von der Mitteilung geweckt, dass heute St. Gruselein-Tag wäre. Ich hatte keine Ahnung, was das sein sollte.

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2 Kommentare

  1. Herrlich die brennenden Laubhaufen, das ist eine tolle Idee und es passt ganz wunderbar zu Applauski dass er die alle angezündet hat 🔥

    Ein bisschen leid tut mir der Vampir, er wollte ja bestimmt nichts Böses, aber ich kann schon verstehen dass Applauski da lieber vorsichtig ist, süss wie die beiden sich am Anfang ins Badhäuschen schleichen 😊

    1. Die brennenden Laubhaufen finde ich auch wunderschön, vor allem wenn es dämmert. Wobei es schon wirklich arg viele Laubhafen waren; Applauski war gut beschäftigt 🙃

      Der Vampir sah wirklich ganz freundlich aus, aber bislang ist er nicht nochmal aufgetaucht, worüber Applauski, Herr Meier und ich nicht unfroh sind 🤗

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