Applauski & Meier | 2. Kapitel

Geschichte


Ich hatte mir schon gedacht, dass Herr Meier der Meinung sein würde, dass ich sein Häufchen beseitigen sollte. Er kam wieder ins Haus, als hätte er mit dem Ereignis draußen vor der Türe nichts zu tun. Ich würde mich darum kümmern, wenn es nicht mehr regnete.

Immerhin hatte er keine gründuftende Hinterlassenschaft im Haus gemacht, das war schon ein dickes Lob wert.

Hatte er Lust darauf, Sitz zu lernen?

Hatte er nicht. Er guckte, als ob ich ihm vorgeschlagen hätte, Astronaut zu werden.

Wie wäre es dann vielleicht mit einem Bad?

Den Vorschlag fand er gut und wir gingen Richtung Badhäuschen.

Es gab immer noch…

…Pfützen.

Das Baden klappte unfallfrei…

…und auf dem Rückweg ins Haus überstand ich auch die Pfützen unbeschadet.

Irgendwie war mir ein bisschen langweilig; wir konnten einfach nicht nach draußen. Zum Zeitvertreib wärmte ich mir ein bisschen die Hände…

…ließ mir das Gesicht abschlecken…

…las ein Buch…

…und guckte einen Hundefilm im Fernsehen.

Der Film war furchtbar aufregend und spannend…

…aber es ging alles gut aus.

Aus dem Fenster in den Regen schauen konnte ich auch, aber Moment mal! 

Der Regen hatte aufgehört, es war nur ziemlich kalt. Zum Glück hatte ich meine Lieblingspudelmütze und eine warme Hose mitgebracht.

Ich nahm mich Herrn Meiers Häufchen an. Es gab eindeutig Dinge, die ich lieber machte.

Es war Herbst, es war trocken und da war ein Laubhaufen. Viel konnte ich damit nicht anfangen, aber für den Anfang warf ich erst mal ein paar Blätter in die Luft.

Ich versuchte, mit Anlauf in den Haufen reinzuspringen, aber das ging nicht. Sehr merkwürdig.

Laub harken sollte auch eine lustige Sache sein, hatte ich gehört. Zum Glück gab es davon genug rund um unser Häuschen.

Das durfte doch nicht wahr sein! Ich hatte gerade einen ordentlichen Haufen zusammen geharkt, da fing es wieder an zu regnen.

Herr Meier hatte es sich im Regen mitten auf dem Gehweg zu Füßen eines Unbekannten zu einem Nickerchen gemütlich gemacht.

Der Unbekannte hieß Calvin Cowboy. Seinen Regenschirm hatte er Zuhause vergessen.

Herr Meier und ich hatten genug vom Regen. Außerdem hatten wir Hunger.

Was sollte man draußen im Regen stehen, wenn man so ein schönes Heim hatte.

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Neue Bekanntschaften und Grundstücke

4 Antworten auf „Applauski & Meier | 2. Kapitel“

  1. Liebe Ursula,
    habe jetzt beide Kapitel gelesen und ich liebe Deine Geschichten. Immer wenn ich sie lese, bekomme ich gute Laune, die sind aber auch lustig.
    Gestern hatte ich doch tatsächlich überlegt auch eine kleine Geschichte mit Holmes und Watson zu schreiben. Ich hatte mit den beiden ein wenig gespielt und die sind echt witzig.
    Vielleicht überlege ich noch mal, aber erst muss ich besser mit dem Spiel klat kommen.
    Ich freue mich schon auf Teil drei.
    Liebe Grüße
    Jana

    1. Liebe Jana,

      eine Geschichte mit Holmes und Watson wäre aber eine feine Sache; die beiden sind ja auch klasse 😀

      Dass Du meine Geschichten magst, ist so schön, vielen lieben Dank 😘

  2. Ohje, der Regen hört ja gar nicht mehr auf. Dass es da dann auch mal etwas langweilig wird, vermutlich nicht nur für Applauski und Herr Meier 😉, kann ich sehr gut verstehen. Ich finde es toll wie du Beschäftigungen für die Beiden suchst und sie auch findest und deine Bilder und die Beschreibungen sind wie immer einfach wunderbar 💖

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