⭐ 3. Dezember

⭐ Wohnhaus mit Bewohnern von Maimbulli

Wilhelmine Potzblitz wäre für ihr Leben gerne endlich eine richtige Oma, wie manche ihrer Freunde aus dem Seniorentreffen auch, die immer von den Enkelkindern berichten und fröhliche Ereignisse erzählen. Auch ihrem Sohn Augustin (nach seinem Vater benannt) sieht sie jeden Abend die Traurigkeit an, weil er sich wie sie ebenfalls eine Frau und Kinder wünscht.


Doch dann sagt Augustin immer ‚Mama, ich kann dich doch nicht hier im Haus alleine lassen und für eine größere Familie ist hier alles zu klein. Wenn Papa noch leben würde, wäre es anders verlaufen‘. Doch leider ist der Vater von Augustin schon früh verstorben, nur der Mantel und der Hut im Flur erinnern noch an ihn, noch bevor das Haus fertig renoviert und vergrößert wurde. Somit bleibt oben nur das alte Kinderzimmer von Augustin und zum ausbauen haben sie sich nie nach seinem Tod Simoleons ersparen können.


Um ihren Sohn aufzumuntern, kocht sie ihm dann seine Lieblingsgerichte und überlegt dabei ständig, wie sie nicht doch für ihn eine liebe Frau finden kann.


Nach dem Essen schauen beide oft zusammen eine Comedy Show an, um auf andere Gedanken zukommen. Und genießen die gemeinsame Gemütlichkeit des Wohnzimmers, wo Wilhelmine sogar die Gardinen selbst mit der Hand genäht hat.


Wilhelmine genießt nach dem Morgenkaffee gerne die Ruhe hinten im Garten und glaubt, dass ihr Sohn noch schläft.


Doch Augustin schläft heute nicht mehr, sondern sucht schon im Internet nach einer Frau für sich, doch er guckt nur. Denn seine Mama würde er niemals alleine im Haus lassen. Doch dann hat Augustin plötzlich eine Idee: Was wäre wenn ich Mama einen Mann suchen würde, damit sie nicht alleine ist?


Und wie ein Geistesblitz hat Wilhelmine auf einmal dieselbe Idee im Garten an diesem Morgen und ruft prompt eine ihrer Freundinnen vom Seniorentreffen an und fragt nach, ob sie nicht eine liebevolle Frau für Augustin wüsste.


‚Na klar weiß ich eine Frau für deinen zwar lieben, aber doch etwas faulen Augustin! Ich komme gleich morgen mit ihr bei euch vorbei, liebe Wilhelmine‘. Da konnte Wilhelmine nicht mehr ruhig im Gartenstuhl sitzen und legte mit Gesangseinlage eine heiße Sohle aufs Parkett. In dem Fall eigentlich auf der Wiese, doch gedanklich war sie bei ihrem forschen Augustin Senior, mit dem sie früher immer so gerne einen Tango getanzt hat.


Augustin strahlt zur selben Zeit in seinem Zimmer über das ganze Gesicht. ‚Ich habe einen Mann für Mama gefunden‘ ruft er laut ‚und er will sogar gleich morgen vorbei kommen, ich kann es nicht glauben‘.




Download Mutter und Sohn Potzblitz
Download Haus Potzblitz

nach oben